Terminkalender
P

Änderung des Gottesdienstangebotes

 

Liebe Mitchristen der Pfarreiengemeinschaften Saarlouis links der Saar und Bous-Ensdorf!

 

Nachdem ich den Pfarreienrat der Pfarreiengemeinschaft Saarlouis links der Saar ordnungsgemäß gehört habe, möchte ich Ihnen heute eine Veränderung im Gottesdienstangebot unserer Pfarreiengemeinschaften mitteilen:

 

Ab Ostern 2019 werden wir in der Filialkirche St. Marien Picard keine Sonntagsgottesdienste mehr anbieten. Stattdessen sollen die beiden Pfarrkirchen St. Peter und Paul Beaumarais und St. Medardus Neuforweiler, genau wie die anderen Pfarrkirchen in unseren beiden Pfarreiengemeinschaften, einen regelmäßigen wöchentlichen Sonntags-gottesdienst erhalten. Die Werktagsmesse am Freitag soll wie bisher in Picard erhalten bleiben.

 

Verschiedene Gründe lassen sich für diese Entscheidung anführen:

  • Immer wieder sprechen mich Gläubige aus Beaumarais, Picard und Neuforweiler an und bemängeln, dass sie sich nicht auf einen regelmäßigen wöchentlichen Sonntagsgottesdienst verlassen können. Wenn man mal keinen Pfarrbrief oder die Saarbrücker Zeitung zur Hand hätte, wüsste man nicht, wo gerade Messe ist. Das wird insbesondere von den Älteren rückgemeldet, die kein Internet nutzen.
  • Die Pfarrei Beaumarais mit der Filiale Picard ist vom Gottesdienstbesuch her unsere schwächste Pfarrei (letzte Zählung: 3,7%). Mehr Regelmäßigkeit bei den Gottesdienstzeiten kann den Rückgang vielleicht bremsen.
  • Da wir in der Pfarrkirche Beaumarais vor kurzem die Werktags-gottesdienste aus den bekannten Gründen eingestellt haben und Beaumarais bisher zugunsten von Picard einmal im Monat auf den Sonntagsgottesdienst verzichtet hat, haben wir die sonderbare Situation, dass in der Pfarrkirche nur noch drei Messen pro Monat angeboten werden, während in der Filialkirche vier Werktagsgottesdienste (freitags) und zwei Sonntagsgottesdienste angeboten werden, also insgesamt sechs. Das kann man tatsächlich als ungerecht und unausgewogen auffassen.

Ich bin mir bewusst, dass diese Entscheidung nicht nur auf Zustimmung, sondern gerade bei den treuen Kirchgängern und kirchlich ehrenamtlich Engagierten in Picard auch auf Unmut stoßen wird. Dennoch bitte ich Sie alle, die Veränderung mitzutragen! Solche Veränderungen bedeuten Abschied nehmen von Vertrautem und verlangen von allen, sowohl von den Gläubigen als auch von den Hauptamtlichen, einen mutigen und optimistischen Schritt in realistische und zukunftsorientierte Pfarreiengemeinschaften.

 

Bedingt durch den starken Rückgang der Kirchenmitglieder und den ständigen Rückgang beim Gottesdienstbesuch sind wir in einer Situation, in der wir alle uns Schritt für Schritt darauf einstellen müssen, dass in Zukunft nicht mehr in jedem Stadtteil und jedem Ort das gesamte Gottesdienstangebot vorgehalten werden kann. Wir müssen uns in beiden Pfarreiengemeinschaften daran gewöhnen, dass es neben dem Angebot vor Ort auch immer mehr zentrale Gottesdienste für die ganze Pfarreiengemeinschaft geben wird, zu denen wir uns hinbewegen müssen, wenn wir eine schöne, lebendige Gottesdienstgemeinde antreffen wollen. Das betrifft Bous-Ensdorf genauso wie Saarlouis links der Saar.

 

Hier appelliere ich noch einmal an alle Christen, einen wachen Blick für die Menschen zu entwickeln, die in ihrem Stadtteil oder Ort keine Fahrmöglichkeit zur Verfügung haben. Wenn wir Christen es in einem so wohlhabenden Land wie unserem nicht schaffen, gerade die älteren

 

Menschen ohne Auto auch einmal mitzunehmen, ist das wirklich ein Armutszeugnis und spricht auch nicht wirklich für eine christliche Grundüberzeugung. Aber auch der Mut der Menschen ohne eigene Fahrmöglichkeit ist gefragt: Obwohl wir schon seit längerem im Pfarrbrief Ansprechpartner für Fahrmöglichkeiten angeben, werden diese bisher kaum kontaktiert.

 

Laut Saarbrücker Zeitung vom 19.02.2019 liegt die Autodichte im Saarland mit 63,5 PKW je 100 Einwohnern deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Die Menschen kommen eigentlich überall hin – zum Arzt, zum Friseur, zum Supermarkt und zum Rathaus. Dass dies ausgerechnet beim Gottesdienst nicht funktioniert, sollte uns zu mehr Mut und Kreativität anspornen. Warum gibt es zum Beispiel nicht in jeder Straße eine Person oder Familie, die in ihrer Straße auf die Menschen achtet, die kein Auto haben?

 

Lassen Sie uns miteinander im Gespräch bleiben, damit wir die Herausforderungen, die auf uns alle unweigerlich zukommen, gemeinsam gut meistern können. Letztlich geht es immer auch darum, die Chancen zu erkennen und zu nutzen, die in den Veränderungen liegen.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Pastor/Pfarrverwalter Dr. Frank Kleinjohann

Terminkalender

keine anstehenden Termine
Kein Eintrag
Anstehender Termin
Kein Eintrag
Frühere Termine (Archiv)
22.12.2018    Adventsstübchen geöffnet
15.12.2018    ADVENTure in St. Ludwig